Übungsbericht: Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaften Helmstedt, Wolfenbüttel und Braunschweig

Datum: Samstag und Sonntag, 01. + 02.08.2009, 07:00 - // - 18:00 Uhr

Ort: Altengrabow, Truppenübungsplatz


Am 01. August 2009 trafen sich um 07:00 Kameraden der Ortsfeuerwehr Lehndorf um zur Südwache zu fahren und dort mit den Wehren aus Ölper und Rühme den Fachzug 87 - 2. Wasserförderzug - zu bilden. Parallel sammelten sich am selben Ort die Fachzüge 80 - Personalreserve - und 84 - 3. Löschzug Rettung -, sowie ein RTW des Deutschen Roten Kreuzes, der der Eigensicherung der Einsatzkräfte zur Verfügung stand. Einheiten des Fachzuges 89 - 2. Fachzug Logistik - trafen sich mit Logistikeinheiten aus Helmstedt und Wolfenbüttel und fuhren mit diesen Verbänden zum Zielort, um vorbereitende Maßnahmen zu treffen.

Von den jeweiligen Treffpunkten fuhren die einzelnen Verbände in das Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt, um dort an einer Großübung auf dem dortigen Truppenübungsplatz "Altengrabow" teilzunehmen.

Auf dem schon über 100 Jahren alten Truppenübungsplatz angekommen, trafen wir auf die beiden anderen Kreisfeuerwehrbereitschaften aus Helmstedt und Wolfenbüttel, die mit jeweils drei Zügen schon vor Ort waren und im Bereitstellungsraum warteten.

Nach einer kleinen Stärkung wurde gegen Mittag mit dem ersten Übungsszenario begonnen.
Es wurde eine Lage dargestellt, in der ein Fahrzeug in einen Bunker gerammt ist und dort Personen eingeschlossen hat. Außerdem hatte der Aufprall viele kleine Brände in der Anlage entstehen lassen, sodass Eile geboten war, die Personen schnell zu befreien. Die Lage des Gebäudes inmitten des riesigen Übungsplatzes ohne ein ausgebautes Wassernetz, machte eine Wasseförderung über eine lange Wegstrecke nötig, die jedoch über einen Weg verlegt werden musste, der duch diverse Baüme blockiert war.

Während die Kräfte des Fachzug 84 begannen den Weg frei zu räumen, wurde zur Unterstützung alle verfügbaren Rüstwagen der Wolfenbüttler Bereitschaft angefordert, um einen schnellen Zugang für die Fahrzeuge zu schaffen und den Weg für die Wasserversorgung frei zu machen. Noch bei den Erstmaßnahmen an der Befahrbarkeit der Wege begannen die Kameraden aus Ölper mit der Herrichtung der Wasserentnahmestelle. Danach wurden über 2000m B-Schlauch vom GW-L2 und der TSF-W verlegt und Verstärkerpumpen gesetzt, Schlauchwachen aufgestellt und begonnen Wasser zu fördern. Nach der Sicherstellung der Wasserversorgung wurde noch eine zweite Leitung von Einheiten aus Wolfenbüttel verlegt.

An der Einsatzstelle selber arbeiteten die Kräfte des Fachzuges 84 und 80 zusammen mit Einheiten aus anderen Feuerwehren das Einsatzszenario ab, bis der Übungsteil abgeschlossen war und zu den Aufräumarbeiten übergegangen werden konnte. Noch während dieser Arbeiten wurde eine Rauchentwicklung unbekannten Ursprungs gemeldet. Alle frei verfügbaren Kräfte wurden daraufhin von der abgeschlossenden Übung abgezogen und schnell zum anderen Einsatzszenario geschickt, wo sich ein Flächenbrand entwickelt hatte. Braunschweiger Einheiten waren an diesem Einsatz jedoch nicht mehr beteiligt.

Die Kräfte aus Rühme, Ölper und Lehndorf rollten die Schläche zusammen mit den Wolfenbüttler Wasserförderungseinheit auf und verluden sie auf das Fahrzeug der Kameraden aus der Nachbargemeinde, um schnell zum Bereitstellungsraum zurückkehren zu können. Dort wurden die verbrauchten Schläuche auseinander sortiert und in die Logistikwagen verstaut. Am selben Abend fuhren Kräfte vom Fachzug 87 noch nach Braunschweig um die Schläuche in der Schlauchwäsche abzugeben. Für alle anderen Braunschweiger Einheiten war der Übungstag beendet.

Nach der Verpflegung wurde zum gemütlichen Beisammensein übergegangen, wo man sich mit anderen Kameraden aus anderen Gemeinden unterhalten und diskutieren konnte, oder auch schon zu Bett gehen konnte.

Am nächsten Morgen konnte der Fachzug 87 seine Aufgabe des Wasserförderns nicht mehr wahrnehmen, da alle Schläuche in Braunschweig in der Wäsche waren. Er konnte somit für andere Aufgaben eingebunden werden.

Nach dem Frühstück ging es auf die Fahrzeuge, wo schon bald ein neues Szenario die Einheiten in Schach halten sollte.
Gemeldet war eine Explosion in einem Krankenhaus mit etwa 30 hilflosen Verletzten und einer Bransentwicklung. Schon auf der Hinfahrt wurde schwerer Atemschutz angelegt und sich auf einen Innenangriff vorbereitet. Vor Ort wurde das Gebäude in zwei Hälften aufgeteilt, wobei eine Hälfte von Kräften des Fachzuges 84 und eine von den Atemschutzgeräteträgern des Wasserförderzuges nach verletzten duschsucht wurde. Alle anderen Kräfte der beiden Züge wurden eingesetzt, um die Verletzten vom Übergabepunkt an der Rauchgrenze zum eingerichteten Verletztensammelplatz zu transportieren und zunächst zu betreuen. Auch diese zweite Übung wurde erfolgreich abgearbeitet, sodass schnell mit Aufräumarbeiten begonnen wurde konnte und der Weg zum Bereitstellungsraum angetreten werden konnte.

Parallel wurden Einheiten aus den anderen Bereitschaften zu einem Verkehrunfall geordert, der ein brennendes Fahrzeug in einem Schuppen zeigte. Hierzu musste ein Pendelverkehr mit den Wassertransportfahrzeugen eingerichtet werden. Während der Übung breitete sich das Feuer auf den ganzen Schuppen aus. Ein nicht gewollter Effekt, der die Einheiten mehr forderte als es ursprünglich gedacht war.

Nach diesen Einsätzen folgte noch eine letzte Verpflegung und die Züge wurden, falls nötig, betankt und abfahrbereit gemacht. Die Übung endete mit einem kurzem Resümee der Truppenplatzführung und der Bereitschaftsführer, sodass danach der Rückweg angetreten werden konnte.

In Braunschweig auf der Südwache angekommen wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Die Fahrzeuge wurden betankt, die Pressluftatmer ausgetauscht und Schläuche gewechselt und neu geladen.
Hiernach lösten sich die Verbände auf und die einzelnen Wehren kehrten in ihre Gerätehäuser zurück.

Abschließend sei bemerkt, dass vor allem die hochsommerlichen Temperaturen den Einsatzkräften zu schaffen machten. Um so wichtiger war die logistischen Leistung die Einheiten mit genug Flüssigkeit zu versorgen. Diese verlief aus unserer Sicht reibungslos, sodass dem Fachzug 89 ein großen "Dankeschön" für die aufopfernden Stunden und Mühen auszusprechen ist! Ohne diese tolle Truppe, die in Sachen Verpflegung, Vorbereitung und Logistik eine sehr gute Arbeit macht wären solche Aktionen und Großübungen sicherlich nur schwer vorstellbar.

Bericht: Fabian Sauthoff

Eingesetzte Einheiten:

Freiwillige Feuerwehr Braunschweig

Berufsfeuerwehr Braunschweig

FF Führungsgruppe

ELW 1 Bereitschaftsführer

ELW 1 stv. Bereitschaftsführer

Fachzug 80:

MTF OF Schapen

TSF-W OF Geitelde

TSF-W OF Harxbüttel

TSF-W OF Schapen

GW-L2 OF Riddagshausen

Fachzug 84:

MTF OF Mascherode

TLF 16/24 Tr OF Mascherode

LF 16/12 OF Melverode

LF 8/6 Rautheim

GW-L2 OF Riddagshausen

Fachzug 87:

MTF OF Ölper

GW-L2 OF Rühme

TSF-W OF Rühme

TSF-W OF Lehndorf

GW-L2 OF Ölper

Fachzug 89:

GW-L1 OF Dibbesdorf

GW-V OF Waggum

LF 10/6 OF Waggum

GW-V OF Völkenrode

MTF OF Innenstadt

Diverse Kleinwagen

Freiwillige Feuerwehr Helmstedt

Fachzug Wassertransport

Verpflegungsgruppe

weitere...

Freiwillige Feuerwehr Wolfenbüttel

ELW 2

Fachzug Wasserförderung

Fachzug Wassertransport

weitere...

Bundeswehrfeuerwehr

GTLF

weitere...

Deutsches Rotes Kreuz

RTW

THW

Verpflegungsgruppe

Bundeswehr

Transport-Unimog

weitere...

 


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