Ehemalige Einsatzfahrzeuge: LF 16-TS

Baujahr: 1985 - Einsatzzeit: 1990 bis 2006
Kennzeichen: BS-8509 - Funkrufname: Florian Braunschweig 81-21


 

Von 1990 bis 2006 stand uns ein Löschgruppenfahrzeug 16 TS (LF 16-TS) zur Verfügung. Dies war ein aus dem Katastrophenschutz des Bundes übernommenes Fahrzeug mit dem Einsatzschwerpunkt Brandbekämpfung (inklusive Rettung von Personen) und Wasserversorgung. Zudem konnten damit auch Hilfeleistungen kleineren Umfangs durchgeführt werden.
Leider waren die für den Katastrophenschutz gebauten Löschgruppenfahrzeuge für die heutigen Anforderungen an eine Feuerwehr nur noch bedingt geeignet. Das Fahrzeug war zur Brandbekämpfung bei Ausfall einer zentralen Wasserversorgung und zum Transport von Löschwasser über lange Wegstrecken ausgelegt, für das 'Alltagsgeschäft' fehlte aber einiges an Aurüstung.

Das Löschgruppenfahrzeug hatte eine mit dem Fahrzeugmotor verbundene Vorbau-Feuerlöschkreiselpumpe FP 16/8 S (eff. Leistung 2400 l/min bei 8 bar und 3 m geodätischer Saughöhe) sowie eine im Heck eingeschobene Tragkraftspritze TS 8/8 S (eff. Leistung min. 800 l/min bei 8 bar und 3 m geodätischer Saughöhe).

 

Die Tragkraftspritze

 

Die Vorbaupumpe

 

Das Fahrzeug war zur Brandbekämpfung mit 30 Längen B-Schlauch (insgesamt 600 m), 16 Längen C-Schlauch (insgesamt 240 m), vier Pressluftatmern, einem Schaumrohr samt Zumischer sowie weiteren Gerätschaften und Armaturen zur Wasserförderung beladen. 

Als Besonderheit dieser Fahrzeugklasse reichte dieses Material  zur Ausstattung von zwei Löschgruppen aus. Zur Durchführung von Hilfeleistungen wurden unter anderem eine Motorkettensäge, eine Tauchpumpe und umfangreiches Werkzeug vorhanden. Weiterhin werden 4 Steckleiterteile und eine dreiteilige Schiebleiter mitgeführt.

 

Als Fahrgestell diente ein Daimler-Benz LAF 1113 des Baujahres 1985, das mit ständigem Allradantrieb ausgestattet ist. Die Gruppenkabine stammte von Wackenhut, der feuerwehrtechnische Geräteaufbau wurde von der Firma OWR hergestellt, die Vorbaupumpe und die Tragkraftspritze  waren Produkte der Firma Ziegler.

Besetzt wurde das Fahrzeug mit einer Löschgruppe (1/8), also insgesamt neun Feuerwehrleuten.

Das Fahrzeug ist im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans der Stadt Braunschweig Ende des Jahres 2006 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) mit eingebautem Wassertank ersetzt worden.
Das Fahrzeug wurde an den Bund zurückgegeben, dieser wiederum stationierte es bei der Feuerwehr Hooksiel, so dass das Fahrzeug noch einige Zeit im Einsatz sein wird.


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